Schlafenszeit
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Schlafenszeit – ab ins Bett mit den Kindern!

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Als Eltern spielt das Thema Schlafenszeit ein wichtige Rolle im Alltag. Spätestens wenn der Schulalltag los geht, sind wir darauf bedacht, die Kinder bloß nicht zu spät ins Bett zu schicken.

Rituale und Schlafenszeiten

Bereits früh lernen wir Eltern, dass Rituale unseren Kindern beim Einschlafen helfen. Dazu zählen z. B. Vorlesen, ein Hörspiel hören oder eine konstante Zeit zum Schlafen gehen. Das klappt an manchen Tagen gut und an manchen auch mal weniger gut. Dem Thema Schlafenszeit kommt ebenso eine hohe Bedeutung zu. Nicht umsonst gibt es mittlerweile diverse Studien dazu. In diesen erfahren wir als Eltern, wann unsere Kinder ins Bett sollen in Abhängigkeit von der Aufstehzeit und wie viel Stunden Schlaf Kinder benötigen. Das Ganze wurde natürlich anhand der Altersstruktur festgelegt. Solche Studien und Leitlinien sind sicher hilfreich, um zumindest abzuschätzen, ob das Kind ausreichend Schlaf bekommt. Dennoch stellte ich neulich nach einem Elterngespräch fest, dass bestimmte Vorgaben zur Schlafenszeit in unserem Alltag schlichtweg unpraktikabel sind.

Der Alltag bestimmt die Schlafenszeit

Gerne würden wir alle unsere drei Kinder jeden Abend  spätestens um 20:00 Uhr im Bett sehen. Doch wenn wir ganz ehrlich sind, haben wir selten die Chance dazu. Als ich neulich meinte, dass unsere Zweijährige oft erst gegen 19:30 bis 20:00 Uhr schlafen geht wurde ich mit großen Augen angeschaut. Daraufhin kam ich ins grübeln, ob ich irgendwas falsch machen würde. Ein Blick in unsere nachmittäglichen Aktivitäten zeigte mir jedoch, dass ich nicht viel daran ändern kann. Die Realität sieht bei uns so aus, dass die beiden Großen oftmals Nachmittags noch recht lange in der Schule sind. Da unsere Kinder noch diverse Hobbies pflegen, kann so ein Tag schon mal lang werden. Zudem starten viele Aktivitäten für Kinder und Jugendliche im schulpflichtigen Alter oftmals nicht vor 16:00 Uhr.

Ein Blick in die Realität

Wenn wir jetzt als Beispiel eine Trainingszeit von 17:30 Uhr nehmen und eine Trainingszeit von zwei Stunden, dann ist das Kind um 19:30 Uhr fertig mit dem Training. Anschließend muss es sich noch umziehen und nach Hause kommen. Um diese Uhrzeit hole ich meine Kinder schon gerne ab, da sie noch nicht in einem Alter sind, wo ich sie abends alleine rumlaufen lasse. Bis wir dann also zu Hause sind, ist es bereits fast 20:00 Uhr. Dann muss das Kind sich zu Hause fertig machen für das Bett und noch das Abendessen zu sich nehmen. Ein Kind vor 20:30 Uhr ins Bett zu bekommen wird damit völlig unrealistisch.

Flexibilität zählt

Solange unsere Kinder beim Training oder ihren Hobbies beschäftigt sind, versuche ich die Zeit sinnvoll zu überbrücken. In dieser Zeit kann ich je nach Aktivität einkaufen gehen, Abendessen vorbereiten oder die Jüngste für das Bett fertig machen. So kann ich sie dann zumindest direkt ins Bett bringen, sobald alle Kinder eingesammelt und zu Hause sind. An Tagen an denen der Papa die Kinder mal abholt, kann die Kleine dann auch früher ins Bett. Das klappt jedoch auch nicht immer, da sie eher zur Ruhe findet, wenn alle wieder da sind. Zudem muss man bei dem Thema Schlafenszeit bedenken, dass jedes Kind individuelle Schlafbedürfnisse hat. Das eine Kind schläft von einem Moment zum nächsten in Ruhe ein, während andere Kinder noch einige Zeit brauchen, um zur Ruhe zu kommen. Ebenso gibt es Kinder die mehr Schlaf benötigen und andere weniger. Auch damit haben wir ausreichend Erfahrung gesammelt.

Signale erkennen und handeln

Am Ende ist es als Eltern jedoch wichtig darauf zu achten, dass die eigenen Kinder ausreichend Schlaf bekommen. In jungen Jahren sind wir als Eltern dabei häufiger gefragt als bei älteren Kindern. Wenn wir merken, dass ein Kind müde bzw. übermüdet ist, müssen wir es auch mal mit Konsequenz zum Einschlafen bringen. Gerade übermüdete und überdrehte Kinder zur Ruhe zu bekommen, bedarf schon mal einiges an Geduld. Größere Kinder holen sich erfahrungsgemäß alleine den Schlaf den sie benötigen. Bei uns bedeutet das dann auch, dass die Kinder am Wochenende ausschlafen oder an weniger anstregenden Tagen sogar freiwillig früher ins Bett gehen. Und wenn das nicht hilft, dann gibt es auch schon mal eine strenge Aufforderung jetzt bitte mal schlafen zu gehen. 😉

Veröffentlicht von

Mom of three, who is interested in marketing, social media, design, photography, travelling, food&co and all the little things in live which makes life easier.

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